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Stehende Overtionen für Werner Hansen

Der Ascheplatz des TuS Gahlen soll nach dem Pfingstturnier saniert werden
Schermbeck Die Verabschiedung des langjährigen Kassierers und "Machers" Werner Hansen stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des TuS Gahlen. 70 Mitglieder quittierten Freitagabend im Vereinsheim mit stehendem Applaus eine ehreamtliche Leistung, die ihresgleichen in der weiten Umgebung des Lippedorfes Gahlen wohl vergeblich sucht.
Im Rahmen einer Foto-Dokumentation erinnerte TuS-Vorsitzender Gerhard Rusch an die Verdienste Werner Hansens. In 16 Jahren habe der "Querdenker" als permanenter Ideengeber dafür gesorgt, dass der TuS Gahlen sich enorm entwickeln konnte. In der schnellen Abfolge der Bilder des Jugendraumes, der Tennisplätze, des Vereinsheims, des Kneipp-Tretbeckens, der Beach-Volleyball-Felder und weiterer Bauprojekte wurde deutlich, was der ehemalige VEBA-Mitarbeiter auch nach einem Herzinfarkt an Kraft und Geld investierte, um den TuS Gahlen von Grund auf zu modernisieren, immer mit der Zielsetzung, den Verein zu einem Breitensportzentrum in und für die Region werden zu lassen. Nichts hat Hansen mehr verworfen als den Gedanken, einen Verein entstehen zu lassen, der mit Fremdbesetzungen in höheren Ligen herumtummelt und dabei die Bedürfnisse der heimischen Bevölkerung vergisst. Das Ziel des Breitensports war für Hansen ein zentrales Anliegen bereits in einer Zeit, als die Zurückdrändung des Gedankens an den Leistungssport noch in Sportlerkreisen belächelt wurde.
"Schon in den 1970er-Jahren begann seine große Liebe zum TuS Gahlen", erinnerte der stellvertretende Bürgermeister und ehemalige TuS-Vorsitzende Dieter Albedyhl an Werner Hansens Verdienste für den TuS Gahlen. Hansens Mundwinkel zitterten ein wenig, und der ansonsten äußerst entscheidungsfreudige, rhetorisch geschickte und voller Aktionismus steckende 68-jährige ehrenamtliche Vereinsmanager schien in Reglosigkeit zu erstarren, überwältigt zu sein von der Dankbarkeit der großen TuS-Familie, die er geformt hat, obwohl seinen hemdsärmeligen Methoden einer stringenten Umsetzung unkonventioneller Ideen ein Teil der dörflichen Bevölkerung vor eineinhalb Jahrzehnten ein gehöriges Maß an Skepsis entgegenbrachte.
"Er bleibt uns als Ideengeber erhalten", freute sich Vorsitzender Rusch und berichtete von Hansens Unterstützung beim Erwerb eines Waldstückes östlich der Tennisplätze. Das 4000 Quadratmeter große Waldstück, welches eine unmittelbare Anbindung an die Lippe ermöglicht, bietet Chancen für vielfältige Nutzungen, die von Gymnastik im Freien über einen Trimm-dich-Pfad bis hin zu Nutzungen der nahen Lippe reichen.

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TuS-Vorsitzender Gerhard Rusch (l.) würdigte die Verdienste des bisherigen Kassierers und "Machers" Werner Hansen (r.). RN-Foto: Scheffler



Die Leiter der einzelnen Abteilungen berichteten über die Aktivitäten ihrer zugehörigen Gruppen im vergangenen Jahr. Viel Lob und bunte Blumensträuße gab es für die Volleyball-Seniorinnen des Vereins, die den Aufstieg von der Bezirks- in die Landesliga schafften und für die erste Fußballmannschaft, die im vergangenen Jahr den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte.
Der Finanzbericht der neuen Kassiererin Heike Overbeck (geborene Hansen) machte deutlich, dass mit rund 250 000 Euro in Einnahmen und Ausgaben im TuS Gahlen die Dimensionen eines dörflichen Vereins längst überschritten sind. Die Zahl der Mitglieder stieg von 1030 auf 1046.
Im Rahmen der Vorstandswahlen wurde auch eine Neuorganisation der Vorstandsarbeit vorgenommen. Kassiererin Heike Overbeck wird die Mitgliederbetreuung übernehmen, Geschäftsführer Volker Rademacher die Betriebsführung. Alle Funktionen nahm bisher Werner Hansen in Tag- und Nacht-Schichten allein wahr. Christel Hemmert-Pottmann vertritt als Beisitzerin die Volleyball-Abteilung, Vincenzo Marralli die Jugendabteilung, Claus Matrose die Tennis-Abteilung, Jan-Gerrit Voigt den Breitensport und Conny Eckold die Fußballer. Vereinswirtin Sonja Pretzer wurde bestätigt. Kassenprüfer sind Wolfgang Huld und Wolfgang Roth.
Wichtigstes Projekt des TuS Gahlen ist die Sanierung des Ascheplatzes. Inzwischen wurde eine Arbeitsgemeinschaft gegründet. Nach dem Pfingstturnier soll die Deckschicht des gesamten Ascheplatzes abgetragen und auf einer begrünten Halde direkt südlich des Ascheplatzes abgelagert werden. Zur Entwässerung der Aschenbahn muss eine Dränage-Rinne an der Längsseite der Turnhalle erfolgen. Außerdem soll das Material der freigelegten Fläche aufgerissen werden, bevor eine neue dynamische Tragschicht eingebaut werden kann, die ein 0,8-prozentiges Gefälle nach DIN 18035 T 5 erhalten soll. Die eigentliche Deckschicht soll eine Stärke von vier Zentimetern haben. Die Nutzungsdauer des auf diese Weise sanierten Ascheplatzes schätzt der TuS-Vorstand auf 30 Jahre. Von der Gemeinde Schermbeck gibt es einen Zuschuss in Höhe von 54000 Euro. Der Rest wird durch Eigenleistung finanziert. H.Sch.



Verdiente Vereinsmitglieder und die Damenvolleyballmannschaft mit Trainer wurden vom TuS-Vorsitzenden Gerhard Rusch (r.) geehrt. RN-Foto: Scheffler

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